www.sagt-was-ich-gestehen-soll.de



Über dieses Buch

In der Menschheitsgeschichte kam es – aus sehr unterschiedlichen Gründen – immer wieder zu Diskriminierungen und intensiven Ausgrenzungen, sowohl gegenüber einzelnen Personen als auch gegenüber politisch oder weltanschaulich »fremden« Gruppen. Zu den bedrückendsten Geschehnissen der Vergangenheit zählt u. a. die Hexenverfolgung, der europaweit von 1430 bis 1780 ungefähr 60 000 bis 70 000 Menschen zum Opfer fielen. Warum kam es zur Verfolgung von Hexen? Wer konnte als Hexe bzw. Hexenmeister angeklagt und hingerichtet werden? Was wissen wir über die Befürworter bzw. über die Gegner der Hexenlehre? Zur Beantwortung dieser Fragen hat die Autorin im ersten Teil aktuelle, studienübergreifende Ergebnisse zur Hexenforschung ausgewertet und Bezüge zur Gegenwart hergestellt. Sie beschreibt im zweiten Teil an Hand der von Wissenschaftler/innen untersuchten Dokumente (Protokolle, Kostenrechnungen, Briefe) 56 Schicksale aus Hexenprozessen des Niederrheins: von Frauen, Männern und Kindern. Der dritte Teil besteht aus einer erstmals veröffentlichten chronologischen Dokumentation von 1074 bis 1738 mit über 650 Hinweisen auf bekannte Hexenprozesse des Niederrheins. Die drei Themenschwerpunkte ergänzen sich, bieten aber auch unabhängig voneinander aufschlussreiche Einblicke in die Lebensbedingungen der Frühen Neuzeit und die Hintergründe der Hexenverfolgung.